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Assimilation Over the Life Course?

Early Labour Market Careers of Second-Generation Turks in Germany

dc.contributor.advisorKurz, Karin Prof. Dr.
dc.contributor.authorHartmann, Jörg
dc.date.accessioned2016-05-24T08:19:11Z
dc.date.available2016-05-24T08:19:11Z
dc.date.issued2016-05-24
dc.identifier.urihttp://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0028-875D-4
dc.identifier.urihttp://dx.doi.org/10.53846/goediss-5658
dc.description.abstractIn den letzten Jahren werden die Themen Migration und Integration vermehrt diskutiert in der deutschen Öffentlichkeit und mit der steigenden Anzahl an Einwanderern steigt der Wert wissenschaftlicher Erkenntnisse zu diesen Themen. Die Erkenntnisse von Integrationsforschern in die zeitlichen Abläufe von Integration sind jedoch begrenzt, da Theorien zur Integration überwiegend intergenerationale Integration thematisieren und ihnen ein konkretes Verständnis der zeitlichen Dimensionen von Integration und ihrer Mechanismen fehlt. In dieser Dissertation argumentiere ich, dass der Lebensverlauf eine zusätzliche und kritische zeitliche Dimension von Integration darstellt. Damit verbunden ist eine Kritik gängiger Assimilationstheorien für ihren Fokus auf intergenerationale Mechanismen von Integration und für das Fehlen einer systematischen Betrachtung der Lebensverläufe von Migranten. In diesem Sinn möchte die Dissertation zeigen, das die Nichtbeachtung der Lebensläufe von Migranten einen konzeptuellen Schwachpunkt der Assimilationstheorien darstellt, welcher wichtige zeitliche Integrationsprozesse und -mechanismen verschleiert. Die Dissertation untermauert diese Argumente theoretisch und empirisch. Der erste Teil der Dissertation diskutiert Assimilationstheorien und zeigt, wie eine Lebensverlaufperspektive ein detaillierteres und adäquateres Verständnis der zeitlichen Integrationsprozesse und -mechanismen bietet. Dieser Teil schließt mit den Schlussfolgerungen, dass Integration oder Segmentation über den Lebenslauf von Migranten erfolgt, dass Lebenslaufprinzipien wie “Linked Lives” oder Endogene Kausalität adäquate Instrumente darstellen, diese Entwicklungen zu verstehen, und dass die Lebensläufe der Eltern einen Einfluss auf die Lebenschancen der nächsten Generation haben. Der Hauptteil der Dissertation möchte die Fruchtbarkeit einer Lebenslaufperspektive für Studien zur Integration von Migranten empirisch untermauern. Zu diesem Zweck werden drei empirische Studien zur Arbeitsmarktintegration im Lebensverlauf der zweiten türkischen Einwanderergeneration in Deutschland präsentiert. Die erste Studie untersucht, ob die zweite türkische Einwanderergeneration in ähnlichem Ausmaß stabile Mittelschichtkarrieren verfolgt wie autochthone Deutsche. Damit wird eine zuverlässigere Antwort zu dieser Frage präsentiert als sie herkömmliche Querschnittstudien bieten können, welche Arbeitsmarktintegration zu einem Zeitpunkt im Lebenslauf untersuchen. Die Studie zeigt, dass die zweite Generation türkischer Einwanderer größere Probleme hat als autochthone Deutsche, eine stabile Mittelschichtkarriere zu verfolgen. Dies gilt insbesondere  für Frauen der zweiten türkischen Einwanderergeneration. Dazu tragen vor allem ihr geringeres aufnahmelandspezifisches Kapital wie Bildung und Sprachfähigkeiten bei. Die zweite Studie untersucht die Beschäftigungs- und Einkommensmobilität von Männern der zweiten türkischen Migrantengeneration sowie deren Verlauf über die frühe Erwerbskarriere. Dabei zeigt sich, dass diese Gruppe größere Arbeitslosigkeits- und Einkommensrisiken besitzt als autochthone Deutsche. Über die frühe Erwerbskarriere hinweg gleichen sich ihre geringeren Chancen auf Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt sowie ihre größeren Chancen auf Einkommenszuwächse denen der autochthonen Deutschen an, während ihre größeren Arbeitslosigkeitsrisiken bestehen bleiben. Auch hier zeigt sich, dass ihr geringeres aufnahmelandspezifisches Kapital die geringeren Arbeitsmarktchances von Männern der zweiten türkischen Einwanderergeneration beeinflusst. Zusätzlich zeigt sich, dass kumulative Nachteile die frühen Erwerbskarrieren dieser Gruppe beeinträchtigen.  Die dritte Studie untersucht, ob sich die Chancen auf Erwerbstätigkeit, Arbeitslosigkeit, und Hausfrauentätigkeit von Frauen der zweiten türkischen Generation mit denen von autochthonen deutschen Frauen über die frühe Erwerbskarriere hinweg angleichen. Es zeigt sich, dass Frauen der zweiten türkischen Generation öfter in Hausfrauentätigkeiten und weniger oft in Erwerbstätigkeit zu finden sind als autochthone deutsche Frauen. Über die frühe Erwerbskarriere hinweg gleichen sich die Chancen auf Erwerbstätigkeit und Hausfrauentätigkeit jedoch zwischen den beiden Gruppen an. Diese Entwicklung wird dabei überwiegend durch den späteren Eintritt der autochthonen deutschen Frauen in Mutterschaft verursacht, womit autochthone deutsche Frauen in der Regel die Erwerbsarbeit ruhen lassen.  Zusammengefasst tragen die Studien zur empirischen Literatur zur Integration von Migranten bei, indem sie den Arbeitsmarkterfolg von Migranten der zweiten türkischen Generation aus einer Längsschnittperspektive heraus untersuchen und Belege für die Bedeutung von Lebensverlaufsprozesse für die Integration von Migranten finden. In theoretischer Hinsicht stellen die Studien den Fokus klassischer und neuerer Assimilationstheorien auf intergenerationale Assimilation infrage und liefern gute Gründe für die Betrachtung von Integration aus einer Lebenslaufperspektive heraus.de
dc.language.isoengde
dc.relation.urihttp://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/
dc.subject.ddc300de
dc.titleAssimilation Over the Life Course?de
dc.title.alternativeEarly Labour Market Careers of Second-Generation Turks in Germany
dc.typedoctoralThesisde
dc.contributor.refereeKühnel, Steffen Prof. Dr.
dc.date.examination2016-05-12
dc.description.abstractengIn recent years, migration and migrant assimilation have returned to the center of public debate in Germany, and as the number of immigrants has risen steadily, the insights of migration scholars into migrant assimilation have become increasingly valuable. However, the insights of migration scholars into the temporal processes of assimilation are limited. As theories of migrant assimilation largely address intergenerational assimilation processes, they lack a concise understanding of the temporal dimensions and mechanisms of the assimilation process.  In this dissertation, I put forward that the life course presents an additional and critical temporal dimension of migrant assimilation. Associated with this argument is the critique of assimilation theories’ emphasis on intergenerational assimilation for its lack of a systematic assessment and understanding of migrants’ life courses. As this dissertation aims to demonstrate, the disregard of migrants’ life courses presents a conceptual weakness that obstructs important temporal processes and mechanisms of migrant assimilation. The dissertation substantiates these claims both theoretically and empirically. The first part of this dissertation discusses assimilation theories and shows how a life course perspective on migrant assimilation provides a more detailed and adequate understanding of the temporal processes and mechanisms of assimilation. This part concludes that assimilation or segmentation may occur over the life courses of migrants; that life course principles - such as linked lives or the endogenous causality of the life course - present adequate means to conceptualise these developments; and that the life courses of the parent generation have profound effects on the assimilation outcomes of their children.  The main and second part of this dissertation seeks to empirically demonstrate the prolificacy of adopting a life course perspective for studies of migrant assimilation. For this purpose, I present three empirical studies that assess second-generation Turkish migrants’ labour market assimilation over the course of their early careers in Germany. The first study seeks to answer whether second-generation Turkish migrants in Germany pursue stable middle-class careers to the same extent as native-born Germans, thereby offering a more solid answer to the question than traditional cross-sectional studies that examine migrants’ labour market outcomes only at one point throughout their career. As the study demonstrates, second-generation Turkish migrants have greater difficulties in pursuing middle-class careers, and this holds true especially for second-generation Turkish women. Lower host country-specific capital, such as education or language skills, are major contributors to their disadvantages. The second study examines employment and income transitions for second-generation Turkish men in Germany, also taking into account their development over the course of their early careers. It concludes that second-generation Turkish men have higher unemployment and income mobility risks than native-born German men. Over the course of their early labour market careers, their lower chances of re-employment and higher risks of upward income mobility become more similar to those of native-born German men, while their higher unemployment risks remain at the same level. Again, missing host country-specific capital plays a major role for second-generation Turkish men’s lower labour market outcomes. Further, this study shows how the resulting cumulative effects impact the success of their second-generation Turkish men over the course of their early career. The third study focuses examines whether second-generation Turkish women’s chances of securing employment, being unemployed, and being a homemaker converge to those of native-born German women over the course of their early careers. The study finds that second-generation Turkish women are more likely to be a homemaker and less likely to be employed than native-born German women; however, over the course of their early careers, their probability of finding employment and being a homemaker become similar to that of native-born German women. This development seems largely driven by the different timing of family related events, such as childbirth, which causes native-born German women to become a homemaker at a later stage in their career. In sum, the studies contribute to the body of empirical research on migrant assimilation by adopting a longitudinal perspective on second-generation Turkish migrants’ labour market assimilation and by finding evidence for the role of life course mechanisms in migrant assimilation. Theoretically, the studies question the emphasis that assimilation theories place on intergenerational assimilation processes, and make a strong argument for adopting a life course approach for studies of migrant assimilation.de
dc.contributor.coRefereeKalter, Frank Prof. Dr.
dc.subject.gerMigrantende
dc.subject.gerIntegrationde
dc.subject.gerLebenslaufde
dc.subject.gerArbeitsmarktde
dc.subject.gerKarrierede
dc.subject.gerAssimilationde
dc.subject.gerTürkende
dc.subject.gerDeutschlandde
dc.subject.gerZweite Generationde
dc.subject.engMigrantsde
dc.subject.engIntegrationde
dc.subject.engLife Coursede
dc.subject.engLabour Marketde
dc.subject.engCareerde
dc.subject.engAssimilationde
dc.subject.engTurksde
dc.subject.engGermanyde
dc.subject.engSecond Generationde
dc.identifier.urnurn:nbn:de:gbv:7-11858/00-1735-0000-0028-875D-4-0
dc.affiliation.instituteSozialwissenschaftliche Fakultätde
dc.subject.gokfullSoziologie (PPN62125505X)de
dc.identifier.ppn859767892


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