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Eine vergleichende Studie der mikrobiellen Hautflora und der bakteriellen Ursachen von Durchfall bei Kindern in städtischen und ländlichen Gemeinden in Indonesien

dc.contributor.advisorGroß, Uwe Prof. Dr.
dc.contributor.authorSimanjuntak, Debi Frina
dc.date.accessioned2023-11-17T10:53:25Z
dc.date.available2023-12-07T00:50:10Z
dc.date.issued2023-11-17
dc.identifier.urihttp://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?ediss-11858/14979
dc.identifier.urihttp://dx.doi.org/10.53846/goediss-10190
dc.format.extent85de
dc.language.isodeude
dc.rights.urihttp://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
dc.subject.ddc610de
dc.titleEine vergleichende Studie der mikrobiellen Hautflora und der bakteriellen Ursachen von Durchfall bei Kindern in städtischen und ländlichen Gemeinden in Indonesiende
dc.typedoctoralThesisde
dc.contributor.refereeMühlhausen, Chris Prof. Dr
dc.date.examination2023-11-29de
dc.description.abstractgerDieser Arbeit ist die Hypothese vorausgesetzt, dass in Indonesien Enterobacteriaceae einschließlich obligater Krankheitserreger wie Salmonellen, Shigellen und Yersinien bei Kindern, die auf dem Land leben, häufiger vorkommen als in den dortigen städtischen Gemeinden. Da die meisten Bakterien auf der normalen Haut Gram-positiv sind und keine Durchfälle verursachen, konzentrierten wir uns auf Gram-negative Bakterien, die wiederum die Umgebung des Spielplatzes der Kinder widerspiegeln und so die Einschätzung des Durchfallrisikos bei Kindern ermöglichen. Diese Studie zielt darauf ab, die mikrobielle Flora an Händen von Kindern in Göttingen und Medan (städtisches Indonesien) und Mentawai (ländliches Indonesien) zu vergleichen. Die Vergleichsstudie in Göttingen wurde zusammen mit Herrn Rexford Ohene Adu durchgeführt. Die angewandte Methode war eine randomisierte Gruppenstichprobe (deskriptive Zufallsstichprobe von insgesamt 511 Kindern im Alter von 3 Monaten bis 14 Jahren). Jeder Studienteilnehmer wurde gebeten, einen Daumenabdruck auf MacConkey- Agar abzugeben, der nach Bebrütung auf das Vorhandensein Gram-negativer Bakterien untersucht wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass an den Händen von 160 Kindern in Göttingen 81 einzelne Isolate von Bakterien gefunden wurden. Der höchste Prozentsatz der Kinder ohne Gram- negative Bakterien wurde in der Altersgruppe der 0-1 jährigen Kinder mit 83,3% gefunden. In Medan konnten an den Händen von 180 Kindern 154 einzelne Isolate von Bakterien nachgewiesen werden. Dabei stammten 52,6% der Isolate aus der Ordnung Pseudomonadales (47,4% Pseudomonas und 5,2% Acinetobacter), 39,6% aus der Ordnung Enterobacteriales und 7,8% aus der Gruppe anderer Gram-negativer Bakterien. Der Prozentsatz der Kinder ohne Gram-negative Bakterien war niedriger als in Göttingen und betrug maximal 67,5% (Altersgruppe 10-14 Jahre). In Mentawai wurden 233 einzelne Isolate an den Händen von 171 Kindern gefunden, wobei hier der Anteil von Enterobacteriales mit 41,6% am höchsten war. Daneben wurden 39,1% Bakterien der Ordnung Pseudomonadales (25,7% Pseudomonas und 11,6% Acinetobacter) und 19,3% andere Gram-negative Bakterien nachgewiesen. Der Prozentsatz der Kinder ohne Gram-negative Bakterien betrug maximal 50% (Altersgruppe <1 Jahr). In Göttingen wurden bei 8,8% der Kinder Enterobacteriales gefunden, während in Medan 33,9% und in Mentawai sogar 56,7% aller Kinder Enterobacteriales an ihren Händen aufwiesen. Keines der identifizierten Bakterien der Ordnung Enterobacteriales gehörte zu einer Gattung obligat darmpathogener Bakterien (z. B. Salmonella, Shigella, Yersinia und Vibrio cholerae). Dennoch deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass der Nachweis von Enterobacteriales an den Händen ein guter Indikator für den allgemeinen Hygienestatus in einem Untersuchungsgebiet sein können. Unter den anderen Gram-negativen Bakterien wurden aber auch fakultativ darmpathogene Bakterien gefunden. Ein Isolat von Aeromonas caviae wurde an den Händen von Kindern in Mentawai und fünf weitere Isolate von Aeromonas caviae, zwei Isolate von Escherichia coli und ein Isolat von Vibrio cholerae wurden an den Händen von vier Kindern in Mentawai gefunden. Die Ergebnisse unserer Studie zu durchfallverursachenden Krankheitserregern in den drei verschiedenen Regionen legen nahe, dass ein Handscreening nicht geeignet ist, um ein Durchfallrisiko vorherzusagen, aber ein guter Indikator für den jeweiligen Hygienestatus sein kann.de
dc.contributor.coRefereeSchön, Margarete Prof. Dr.
dc.identifier.urnurn:nbn:de:gbv:7-ediss-14979-3
dc.affiliation.instituteMedizinische Fakultätde
dc.subject.gokfullMedizin (PPN619874732)de
dc.description.embargoed2023-12-07de
dc.identifier.ppn1871667178
dc.notes.confirmationsentConfirmation sent 2023-11-17T11:15:02de


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