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dc.contributor.advisor Gärtner, Jutta Prof. Dr.
dc.contributor.author Sabih, Lina
dc.date.accessioned 2020-02-17T10:12:59Z
dc.date.available 2020-02-24T23:50:04Z
dc.date.issued 2020-02-17
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/21.11130/00-1735-0000-0005-1321-0
dc.language.iso deu de
dc.rights.uri http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/
dc.subject.ddc 610 de
dc.title Charakterisierung von positiven und negativen Prädiktoren für eine erfolgreiche Adipositastherapie im Kindes- und Jugendalter nach Abschluss der Behandlung de
dc.type doctoralThesis de
dc.title.translated Characterization of positive and negative Predictors of Success in the treatment of Obesity in Children and Adolescents de
dc.contributor.referee Mausberg, Rainer Prof. Dr.
dc.date.examination 2020-02-17
dc.description.abstractger Die Erfolge in der Adipositastherapie von Kindern und Jugendlichen sind aktuell insgesamt eher begrenzt. Es stellt sich daher die Frage, wie man heutige Therapieangebote noch optimieren kann. In diesem Kontext kommt der Erfassung von Prädiktoren, die den Erfolg positiv oder aber negativ beeinflussen können, eine zentrale Bedeutung zu. Dies gilt nicht nur für den unmittelbaren Therapieerfolg sondern insbesondere auch für langfristige Ergebnisse noch Jahre nach der Behandlung.   Zu diesem Zweck erfolgte in der vorliegenden Kohortenstudie ein Einschluss von 358 Kindern und Jugendlichen, die zwischen dem 01.10.2004 und dem 30.09.2013 eine Adipositastherapie im Sozialpädiatrischen Zentrum der Universitätsmedizin Göttingen erhalten haben. Neben Gewichts- und Größendaten zu Therapiebeginn (T0), Therapieende (T1) und zu einem Follow-up-Zeitpunkt (T2, frühestens ein Jahr nach Beendigung der Therapie) wurden für diese Patienten verschiedene Parameter erfasst. Die Gewichtsentwicklung wurde in Form der BMI-SDS-Reduktion für drei verschiedene Zeiträume erhoben: Kurzfristig von Therapiebeginn bis -ende (T0 – T1), langfristig vom Therapieende bis zum Follow-up-Zeitpunkt (T1 – T2) sowie für den gesamten Verlauf (T0 – T2). Es erfolgte eine Untersuchung auf Zusammenhänge zwischen der Gewichtsentwicklung über die verschiedenen Zeiträume sowie den unterschiedlichen erfassten möglichen Einflussgrößen.  Von den eingeschlossenen Kindern und Jugendlichen waren 192 männlich und 166 weiblich, das durchschnittliche Alter bei Therapiebeginn lag bei 13,6 Jahren (KI: ± 3,5). Die durchschnittliche Therapiedauer betrug 12,1 Monate (KI: ± 23,4). In die Follow-up-Erhebung gingen Daten von 149 Patienten ein. Die durchschnittliche postinterventionelle Zeit umfasste 4,1 Jahre (KI: ± 4,8). Im Schnitt lag die kurzfristige erreichte BMI-SDS-Reduktion bei 0,07 (KI: ± 0,08), langfristig wurde ein Wert von 0,47 (KI: ± 1,36) und insgesamt von 0,56 (KI: ± 0,56) erreicht (entsprechend den Ergebnissen einer pP-Analyse).  Es konnten verschiedene Parameter mit Assoziation zur BMI-SDS-Reduktion der eingeschlossenen Patienten erfasst werden: Grundsätzlich konnten Patienten, die über den Therapiezeitraum hohe BMI-SDS-Reduktionen erzielten, auch über den gesamten Verlauf höhere Reduktionen verzeichnen. Damit stellt sich in der vorliegenden Studie der kurzfristige Therapieerfolg selbst als wichtiger Prädiktor für den langfristigen Verlauf dar. Zudem waren verschiedene Patienten-Charakteristika mit signifikant höheren Reduktionen assoziiert: Hierzu zählten ein niedrigerer BMI-SDS zu Therapiebeginn sowie das Vorliegen konkreter Vorstellungen bezüglich des angestrebten Zielgewichts. In Bezug auf das Alter zum Zeitpunkt des Therapiebeginn zeigten sich kurzfristig jüngere Patienten erfolgreicher, während auf lange Sicht ältere Patienten höhere Reduktionen erzielten. Als wichtiger, auch im Rahmen der Therapie beeinflussbarer Faktor, präsentierte sich die körperliche Aktivität: So war eine Steigerung der körperlichen Aktivität über den Therapiezeitraum auch mit einer signifikant höheren BMI-SDS-Reduktion über diese Zeit verknüpft. Auch generell erreichten Patienten, die einen Vereinssport ausübten, signifikant höhere Reduktionen. Weiterhin gingen positivere Bewertungen der Therapie mit höheren Reduktionen einher. Schließlich waren auch intensivere Therapiekonzepte mit einer höheren Zahl an eingesetzten Modalitäten (d. h. Ernährungsschulung, psychologische und ärztliche Betreuung) sowie einer längeren Therapiedauer mit höheren Reduktionen assoziiert, wenngleich hierbei die erreichten p-Werte oberhalb des Signifikanzniveaus von p = 0,05 angesiedelt waren.     Dagegen erreichten im Rahmen einer Analyse des sozioökonomischen Status Patienten ohne abgeschlossene Berufsausbildung nur geringere BMI-SDS-Reduktionen. Gleiches galt für Patienten, die sich neben der Adipositastherapie in zusätzlicher kinder- und jugendpsychiatrischer Behandlung befanden. Für den Parameter „Medienkonsum“ sowie den Migrationsstatus konnte keinerlei Zusammenhang zur BMI-SDS-Reduktion erhoben werden. Das Wissen um die Faktoren, die einen positiven bzw. negativen Einfluss auf die Gewichtsreduktion nehmen, eröffnet neue Möglichkeiten in der Behandlung von übergewichtigen und adipösen Kindern und Jugendlichen. So kann durch dieses Wissen eine gezielte Anpassung und Individualisierung der Therapie erfolgen: Eine Ausrichtung der beteiligten Professionen an den jeweiligen Voraussetzungen des Patienten mit begleitender Intensivierung der Therapie bei Vorliegen von Negativprädiktoren wird möglich. Um dieses Konzept zu stützen, sind gleichwohl zukünftige Studien mit Erfassung des tatsächlichen Erfolgs solcher „maßgeschneiderter“ Behandlungen nötig. Insgesamt handelt es sich jedoch um einen vielversprechenden Ansatz zur Optimierung heutiger Therapieangebote.  de
dc.description.abstracteng So far, success in the treatment of obesity in children and adolescents has been limited. This raises the question how current therapeutic concepts can be optimized.  Consequently, it plays a key role to detect predictors which can have positive or negative effects on the therapeutic outcome. For this purpose 358 children and adolescents, who had received obesity treatment in the Social Pediatric Center of the University Hospital Göttingen between 10/01/2004 and 09/30/2013, were included in the present cohort study. In addition to height and weight data at the beginning (T0) and at the end of therapy (T1) as well as a follow-up (T2, at least one year after T1), a number of other parameters were  recorded for these patients. The weight development was registered in the form of BMI-SDS reductions over three periods of time: short term (T0 – T1), long term (T1 – T2) and over the entire course (T0 – T2). The weight development over these periods of time and the patient parameters were then examined for possible correlations. Of the children and adolescents included, 192 were male and 166 female and the average age at the beginning of therapy was 13,6 years. The average therapy lasted 12,1 months. Data of 149 patients was collected at the follow-up. The post-interventional period of time amounted to an average of 4,1 years. The mean BMI-SDS-reduction achieved was 0,07 (short term), 0,47 (long term) and 0,56 (overall).  Several parameters were associated with the BMI-SDS reduction: Patients who attained high BMI-SDS reductions during therapy also achieved higher reductions over the entire course of time. A low BMI-SDS level as well as a clearly determined weight goal at the beginning of therapy were associated with higher weight loss. In the short term, younger patients were more successful, in the long term, older patients reached higher reductions. Another important factor was physical activity: An increase of physical activity during therapy was associated with a significantly higher BMI-SDS reduction over this time frame. Patients who were members of a sports club also achieved higher reductions.  Positive ratings of the received therapy were associated with higher weight loss. Furthermore,  the intensity of therapy (i.e. the number of modalities included - consisting of nutritional education, psychological and medical care - as well as the duration of  the therapy) was positively (if not significantly) correlated with higher reductions. On the other hand, patients without a completed vocational training as well as patients who also received additional psychiatrical treatment  were less successful in reducing their BMI-SDS.  No significant relationship could be found between BMI-SDS reductions and the parameters “migration status” and “media consumption”. Knowledge of the factors that can affect weight reduction, opens new doors to the treatment of overweight and obese children and adolescents. It may allow a specific adaptation and individualization of the therapy according to the patient’s needs and, if necessary, an intensification in the presence of negative predictors. To support this concept of “custom made” therapy and determine its effectiveness, further studies need to be conducted . All in all, however, it seems to be a promising approach to optimize current therapeutic programs.  de
dc.contributor.coReferee Ellrott, Thomas PD Dr.
dc.subject.ger Adipositastherapie de
dc.subject.ger Adipositastherapie bei Kindern und Jugendlichen de
dc.subject.ger Langzeiterfolge der Adipositastherapie von Kindern und Jugendlichen de
dc.subject.ger Langzeiterfolge der Adipositastherapie de
dc.subject.ger Prädiktoren für Therapieerfolge in der Adipositastherapie de
dc.subject.ger Prädiktoren für den Therapieerfolg in der Adipositastherapie von Kindern- und Jugendlichen de
dc.subject.ger Prädiktoren de
dc.subject.ger Adipositas de
dc.subject.ger Adipositas bei Kindern und Jugendlichen de
dc.subject.ger Adipositas von Kindern und Jugendlichen de
dc.subject.ger kindliche Adipositastherapie de
dc.subject.ger Erfolg der kindlichen Adipositastherapie de
dc.subject.ger Übergewicht de
dc.subject.eng obesity treatment de
dc.subject.eng obesity therapy in children and adolescents de
dc.subject.eng long term success in obesity therapy de
dc.subject.eng predictors for success in obesity therapy de
dc.subject.eng predictors for success in obesity treatment de
dc.subject.eng obesity treatment in children and adolescents de
dc.subject.eng long term development of obesity therapy in children and adolescents de
dc.subject.eng predictors of success in obesity treatment in children de
dc.subject.eng obesity de
dc.subject.eng obesity therapy de
dc.identifier.urn urn:nbn:de:gbv:7-21.11130/00-1735-0000-0005-1321-0-0
dc.affiliation.institute Medizinische Fakultät de
dc.subject.gokfull Pädiatrie / Neonatologie / Kinderchirurgie - Allgemein- und Gesamtdarstellungen (PPN619876093) de
dc.description.embargoed 2020-02-24
dc.identifier.ppn 1690200766

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