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dc.contributor.advisor Gerold, Gerhard Prof. Dr. de
dc.contributor.author Choquehuanca Zeballos, Jorge Luis de
dc.date.accessioned 2005-03-21T15:24:12Z de
dc.date.accessioned 2013-01-18T11:26:27Z de
dc.date.available 2013-01-30T23:50:14Z de
dc.date.issued 2005-03-21 de
dc.identifier.uri http://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-B313-6 de
dc.description.abstract Die Studie bespricht die Vorteile und Begrenzungen der Einbeziehung von privaten Grundbesitzern im Naturschutz sowie die Maßnahmen und Strategien, diese Aufgabe zu bewältigen. Das Studiengebiet liegt in einer für die Konnektivität des Chiquitano Waldes wichtigen Region, ein Ökosystem, das nur in den tropischen Tiefländern von Bolivien vorkommt. 68 % des Studiengebietes weisen noch einen sehr guten Erhaltungsstatus auf und 20% der studierten Region sind als prioritäre Gebiete für den Naturschutz ausgewiesen, um die Konnektivität zwischen Chiquitano und Amazonas Wald aufrecht zu erhalten. Diese Fläche ist hauptsächlich in den Händen vom privaten Grundbesitzern, die das Land zur Viehproduktion benutzen. Eine Fallstudie an mehreren Grundbesitzern mit unterschiedlichen Vorraussetzungen, deren Eigentum im priorisierten Bereich liegt, zeigt, dass die Prädisposition der Eigentümer naturnahen Ökosysteme auf ihrem Land zu schützen gut ist. Diesem Ausgangsinteresse stehen allerdings gewisse juristische Restriktionen gegenüber, die die Grundbesitzer enttäuschen. Die Hälfte der Befragten hatte Interesse gezeigt, ein privates Reservat einzurichten; aber die meisten von ihnen wurden durch die gesetzlichen Anforderungen (insbesondere Land Besitztitel), die bürokratischen Verfahren und das offensichtliche Nichtvorhandsein eines ökonomischen Nutzens entmutigt; als vielversprechende Ausnahme wurde jedoch beobachtet, dass einige Eigentümer bereits irgendeine Art von Erhaltungsmaßnahme eingeführt haben und bereit sind, trotz der erwähnten Probleme, an einem formaleren Prozess des Naturschutzes teilzunehmen. Dennoch sind wahrscheinlich diejenigen Eigentümer, die ihr Land nur zu Produktionszwecken nutzen wollen, vermutlich in der Überzahl in der Region und es muss beachtet werden, dass sie gewisse ökonomische Anreize verlangen, um Bereiche ihres Landes für den Schutz von Biodiversität einzusetzen. Ein praktisches Ergebnis dieser Forschung ist, dass Anreize, wie die technische Unterstützung in der Landnutzungsplanung, reale und entwic klungsfähige Alternativen für die Anregung des privaten Naturschutzes sind. Landnutzungspläne, die vor dem Hintergrund ökologischer Wertschätzung erstellt wurden, öffnen neue Möglichkeiten der Erhaltung nicht nur im Rahmen vollkommener Unterschutzstellung ohne jegliche Nutzungsmöglichkeiten, sondern auch durch integrative Maßnahmen wie die begrenzte Waldproduktion, die Einrichtung von Waldreservebereichen, Windschutzgürtel und geschützter Waldflussseitenränder. Diese zuletzt genannten Maßnahmen konnten zur Erhaltung beitragen und werden besonders in der Arbeit mit Grundbesitzern wichtig, die nicht freiwillig Schutzgebiete einrichten möchten. Die Studie zeigte drei Hauptbeschränkungsfaktoren für die Errichtung von Schutzgebieten auf Privatgrund: (a) die ungelöste legal Grundbesitzsituation, (b) der Mangel an wirkungsvollen Anreizen sowie (c) politische Richtlinien, die indirekt Grundbesitzer in Richtung der Umwandlung der natürlichen Ökosysteme zu Agrarland drücken. Im Gegensatz dazu stehen allerdings (a) der gute Erhaltung Status von weiten Teilen der Region, (b) die niedrige Bevölkerungsdichte der Zone und (c) die Bereitschaft der Eigentümer zur Betrachtung von alternativen Landnutzungsoptionen, die eine Fortsetzung der Bemühungen zur Integration privater Grundbesitze in Naturschutzkonzepte rechtfertigen. Auf der Basis dieser Analyse können einige Empfehlungen gegeben werden. So könnte die Durchführung eines Anreiz-begründeten Projektes, die Bereitstellung der technischen Unterstützung und die sozialen Anerkennung der Naturschutzbemühungen, ein erster Schritt in einem längerfristigen privaten Erhaltungsprozess sein. Dennoch es ist in der Tat nötig, die Entwicklung der neuen Anreize (z.B. Zahlung für Klimadienstleistungen, Auswertung des Waldpotentiales und Etablierung von Öko-Tourismus). Zusätzlich sind für einen längerfristigen erfolgreichen Naturschutzprozess Änderungen der Strukturpolitik erforderlich, die nur mit Vereinbarungen zwischen Regierung und Zivilgesellschaft vollendet werden können. Schließlich soll allerdings bemerkt werden, dass die Errichtung privater Schutzgebiete zur Biodiversitätserhaltung alleine als nicht ausreichend zu betrachten ist, den Schutz der Ökosysteme und der Konnektivität im Studiengebiet sicherzustellen. Aber es kann einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Schlüsselgebieten leisten. So sollte diese Art des Naturschutzes als ergänzende Maßnahme in einer Haupterhaltungsstrategie betrachtet werden, die in der Erhaltung durch staatliche Schutzgebiete, der Durchführung nachhaltiger Waldwirtschaft und der Entwicklung von nicht landwirtschaftlichen Arbeitsplätze besteht. de
dc.format.mimetype application/pdf de
dc.language.iso eng de
dc.rights.uri http://webdoc.sub.gwdg.de/diss/copyr_diss.html de
dc.title Landowners and biodiversity: Analysis of the potential of conservation on private land in the East of Bolivia de
dc.type doctoralThesis de
dc.title.translated Bewertung der Entwicklungspotential privater Naturschutzgebiete in East Bolivien de
dc.contributor.referee Ibisch, Pierre Prof. Dr. de
dc.date.examination 2005-01-24 de
dc.subject.dnb 550 Geowissenschaften de
dc.description.abstracteng This study discusses the advantages and constraints of the involvement of private landowners in biodiversity conservation as well as the measures and strategies to accomplish this task. The area studied is an important place for the connectivity of the Chiquitano forest, an ecosystem that exists only in the tropical lowlands of Bolivia. Almost 68 % of the study area still stands out for its very good conservation status and about 20% of the area studied has been prioritised for protection in order to maintain the connectivity between Chiquitano Forest and Amazon Forest. This surface is mainly in the hands of private landowners, who use it mainly for cattle production. A case study of landowners whose holdings are located in the area with priority for conservation suggests that the proprietors predisposition to protect wildlife on their land is relatively good, but it faces constraints that disappoint the initial owner interest. Half of the landowners studied had expressed interest in establishing private reserves; but most of them were discouraged due to the legal requirements (in particular land tittles), bureaucratic procedures and the apparent non-existence of economic benefits; however, as a promising exception, it was observed that some proprietors are already implementing some kind of conservation measures and are willing to take part in a more formal process of wildlife conservation despite the problems mentioned. On other hand, the proprietors that prefer to use their land only for production purposes probably represent the greater number of landowners in the region and it must be considered that they will demand extra benefits if they agree to set aside areas for biodiversity. As a practical result, in this research, it has been proved that technical support for land use planning, as an incentive, is a real and viable alternative for encouraging private land conservation. Land-use plans carried out in an ecological perspective open possibilities for conservation not only through areas for strict conser vation but also introduce measures such as limited/controlled forest production, the establishment of forest reserve areas, wind belts and protected forest river margins, which could contribute to the conservation issues. These former aspects are very important, particularly for working with landowners who do not want to establish protection areas voluntarily. The study showed three major constraints: (a) the unsolved land property situation, (b) the lack of effective incentives to promote conservation and (c) land policies that indirectly push landowners towards the conversion of natural ecosystems, but, in contrast to that, factors such as (a) the good conservation status, (b) the low population density of the zone and (c) the owners need for land use options in a place which still has low opportunities of development induce one to continue the efforts towards an active and socio-economic viable participation of landowners in conservation. In this way, some recommendations can be given. Thus, the implementation of incentive-based projects that provide technical support and social recognition for the efforts of conservation may be the first stage in a long-term private conservation process. Indeed, the development of new incentives (payment for environmental services, evaluation of forest and ecotourism) has to be considered the key for achieving successful results. In addition, in order to achieve long-term advantages, immediate and structural policy changes are needed, which can be accomplished only with agreement between government and civil society. Finally, it must be mentioned that the traditional approach to implementation of biodiversity conservation on private lands (or the setting aside of areas for wildlife) does not appear to be enough to ensure the protection of ecosystems and the connectivity in the study zone, but it has a high potential of contribution if it should be considered as complementary measure in a major conservation strategy that integrates conservation in national/municipal protec ted areas, sustainable forest use and development of non-agricultural sources of goods. de
dc.subject.topic Mathematics and Computer Science de
dc.subject.eng Conservation de
dc.subject.eng private de
dc.subject.eng land de
dc.subject.eng planning de
dc.subject.eng biodiversity de
dc.subject.eng Bolivia de
dc.subject.eng Naturschutz de
dc.subject.eng privat de
dc.subject.eng land de
dc.subject.eng landnutzungsplanung de
dc.subject.eng biodiversität de
dc.subject.eng Bolivien de
dc.subject.bk 43.31 Naturschutz de
dc.subject.bk 43.70 Entwicklungsländer und Umwelt de
dc.subject.bk 43.30 Umweltpolitik de
dc.identifier.urn urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-46-3 de
dc.identifier.purl webdoc-46 de
dc.affiliation.institute Fakultät für Geowissenschaften und Geographie de
dc.subject.gokfull QDN 300 Landschaftsäkologie de
dc.subject.gokfull QDN 600 Landschaftsplanung de
dc.subject.gokfull QFC 500 Umweltschutz de
dc.subject.gokfull QGX 544 Bolivien de
dc.identifier.ppn 487382943 de

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